Bauamtsleiter Thünemann erinnert zunächst an die Beratung und Beschlussfassung zu dieser Straßenbaumaßnahme unter Punkt 3 der Ratssitzung vom 20.06.2012. Nachdem auch die Lokale Aktionsgruppe (LAG) in ihrer Sitzung am 04.07.2012 der Maßnahme zugestimmt habe, sei am 16.07.2012 beschlussgemäß ein förmlicher Antrag auf Gewährung entsprechender LEADER-Mittel gestellt und bereits mit Bescheid vom 29.08.2012 eine Zuwendung in Höhe von bis zu 44.110,00 € bewilligt worden. Um die Bauarbeiten möglichst noch bis zum Ende des Jahres abschließen zu können, seien unmittelbar nach der Förderantragstellung sowohl die Anlieger informiert als auch die öffentliche Ausschreibung der Baumaßnahme durchgeführt worden. Sodann gibt Bauamtsleiter Thünemann die wesentlichen Inhalte der nicht immer einfachen Gespräche mit den betroffenen Grundstückseigentümern wieder. Ferner erläutert er das Ergebnis der Ausschreibung. Zum Submissionstermin seien 6 der 11 angeforderten Angebotsunterlagen wieder eingereicht worden. Nach Prüfung und Wertung derselben habe die Firma GaLaBau Emsland aus Lingen mit einer Summe von 82.172,00 € das günstigste Angebot abgegeben, gefolgt von dem Unternehmen Uphaus, Thuine, mit einem Betrag von 89.456,47 €. Da der Angebotspreis zzgl. der sonstigen Kosten (für Bodengutachten, Planung und Bauleitung pp.) deutlich unter dem Kostenanschlag von 105.000,00 € lag, wurde der Bauauftrag auch aus den oben schon beschriebenen Gründen der Eilbedürftigkeit am 31.08.2012 - sofort nach Vorlage des obigen Bewilligungsbescheides - erteilt.

Im Weiteren gibt Bauamtsleiter Thünemann einen ausführlichen Überblick über den derzeitigen Stand der Baumaßnahme. Jeweils offenes Wetter vorausgesetzt, könne das letzte Teilstück seitlich des Parkplatzes der Gaststätte Rolfes bis zur sanierten B 214 bis zum Ende der 50. Kalenderwoche gepflastert werden. In der Woche vor Weihnachten wären danach noch die 5 Bäume zu pflanzen, die noch insgesamt 3 Bänderungen einzubauen und aus Verkehrssicherheitsgründen das Beet zwischen dem Parkplatz und Vorplatz des Feuerwehrhauses noch weiter in den Straßenraum zu verlängern.

Obwohl sich die vorausberechneten Gesamtkosten voraussichtlich auf rd. 94.000 € reduzieren werden, reichen die zu Beginn des Jahres bei der Aufstellung des Haushaltsplanes zunächst veranschlagten Mittel in Höhe von 90.000 € nicht aus. Insofern ist eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von ca. 4.000 € notwendig, die allerdings im Rahmen der Budgetierung durch Einsparungen bei anderen Haushaltsstellen gedeckt werden kann.

Auf Anfrage von Ratsmitglied Schmitz teilt Bürgermeister Schröder mit, dass man aufgrund des günstigen Ausschreibungsergebnisses und einer Finanzierung der Straßenbaumaßnahme im Rahmen des Gesamtbudgets sowie eines sofortigen Baubeginns mit der dadurch gegebenen Möglichkeit einer Fertigstellung bis zum Wintereinbruch den Bauauftrag ohne vorherige neuerliche Beratung im Gemeinderat erteilt habe.

Auf weitere Rückfrage von Ratsmitglied Schmitz teilt Bauamtsleiter Thünemann mit, dass es ausdrücklicher Wunsch der Anlieger gewesen sei, nur noch 3 (statt 4) Bänderungen im Verlauf der Straße einzubauen. Begründet wurde dies mit etwaigen möglichen Abrollgeräuschen der Fahrzeuge. Nachdem auch das Amt für Landentwicklung als Zuwendungsgeber dieser Änderung zugestimmt habe, sei der Reduzierung zugestimmt worden.

Nach kurzer Beratung nimmt der Rat der Gemeinde Andervenne die vorstehenden Ausführungen zum aktuellen Sachstand zustimmend zur Kenntnis. Zudem wird einstimmig beschlossen, der Auftragsvergabe an die Firma GaLaBau Emsland zum Angebotspreis von 82.172,00 € nachträglich ebenso zuzustimmen wie der Deckung der zusätzlich benötigten Mittel in Höhe von bis zu 4.000 € im Rahmen der Budgetierung. 

In diesem Zusammenhang gibt Bauamtsleiter Thünemann auf Anfrage einzelner Ratsmitglieder auch einen Sachstandsbericht zur Teilsanierung des Durchlasses der „Deeper Aa“ im Zuge der verlängerten Straße „Im Völken“. Hier sei der Firma Becker-Bau aus Meppen am 22.11.2012 ein entsprechender Auftrag zur Erneuerung der seitlichen Einfassungen inkl. Geländer zwecks Fahrbahnverbreiterung erteilt worden. Dieses sei deshalb sehr kurzfristig geschehen, weil das Unternehmen aufgrund unvorhergesehener freier Kapazitäten einen erheblichen Preisnachlass angeboten hatte. Nach dem Ergebnis einer zunächst vorgenommenen Preisabfrage bei verschiedenen Fachfirmen hätten sich erhebliche Mehrkosten gegenüber der Kostenschätzung ergeben. Nunmehr liege die Baumaßnahme aber im Kostenrahmen. Die noch ausstehenden Restarbeiten könnten bei offenem Wetter ebenfalls noch bis zum Jahresende ausgeführt werden.

Zur laufenden Sanierung der B 214 gibt Bauamtsleiter Thünemann bekannt, dass das bauausführende Unternehmen Bunte beabsichtigt, in dem bereits asphaltierten Teilstück noch bis zum Ende der Woche die Anschlussbereiche (Bankette, Einmündungen pp.) herzustellen und danach wegen des Wintereinbruchs und der anstehenden Feiertage die Baustelle auf ganzer Länge unter Aufhebung der Umleitung vorübergehend wieder freizugeben. Sobald die Witterung es zulässt, sollen die Bauarbeiten allerdings fortgesetzt werden.

Bürgermeister Schröder teilt in diesem Zusammenhang mit, dass der Leiter der Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lingen, Herr Baudirektor Haberland, auf Anfrage erklärt habe, dass die Kommune alleine für die Wiederherstellung der durch Umleitungsverkehr beschädigten Wegeseitenräumen an den Gemeindestraßen verantwortlich sei. Eine Übernahme oder Beteiligung an den hierfür entstehenden Kosten durch die Bundesrepublik Deutschland sei ausdrücklich ausgeschlossen, da für die Baumaßnahme eine ordnungsgemäße Umleitung über klassifizierte Straßen bestehe. Für durch Schleichverkehre entstandene Schäden könne weder der Bund noch die Firma haftbar gemacht werden. 

Ratsmitglied Schmitz teilt mit, dass aufgrund einer schriftlichen Eingabe einiger Anlieger der B 214 bislang erreicht werden konnte, dass zumindest der Mittelstreifen der neuen Fahrbahn in herkömmlicher Weise markiert wird und somit nur die seitlichen Begrenzungsstreifen beim Befahren akkustische Signale (wie z.B. auf der L 66 Richtung Lengerich) abgeben werden. Ob auch hierfür noch eine Änderung erreicht werden könne, bleibe abzuwarten.